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Freiwillige - Feuerwehr Ueberau

 

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  Chronik des Spielmannszuges

Die Jahre nach dem 2. Weltkrieg waren die Gründerjahre, in dieser Zeit fanden viele Neu- und Widergründungen von Vereinen statt. Während dieser Jahre wurde auch in Ueberau die Idee geboren, einen Spielmannszug zu gründen.

Die Ideengeber waren - laut Erzählungen: Peter Riebel, Erich Lauterbacher und     Günter Wytopil sen.,

die Unterstützung in dem damaligen Bürgermeister Adam Büdinger fanden. Am 12. Juli 1952 fand die Gründungsversammlung statt, somit war der Spielmannszug zum Leben erwacht.
Nun mussten noch Instrumente und Uniformen angeschafft werden und die musikalische Ausbildung gewährleistet werden.

Durch eine Haussammlung wurde Geld für eine Lyra und für Becken gesammelt. Einzelne Trommeln und Flöten befanden sich noch in Privatbesitz und konnten eingesetzt werden bzw. wurden privat angeschafft.

Der erste Marsch, der von Stabführer Lambert Lauer eingeübt wurde, war: "Das Lieben bringt groß Freud"
Heute noch unter den Spielleuten als Marsch 1 bekannt. Zu dieser Zeit hatte man auch eine Lösung für die Uniform gefunden: weißes Hemd, schwarzer Schlips und weiße Hose. Bereits ein Jahr nach der Gründung konnte man mit zwei weiteren Märschen - gut gerüstet am Festzug der Feuerwehr Heubach teilnehmen und zwar mit der neuen Pauke, die aus der Feuerwehrkasse spendiert wurde.

Spielmannszug 1953

1954 feierte die Ueberauer Wehr ihr 50-jähriges Jubiläum und wurde vom Spielmannszug tatkräftig unterstützt. Es wurden Uniformjacken mit den so genannten „Schwalbennestern" angeschafft.

1960 wurden durch die Kreisstabführer Pflichtmärsche und Wertungsspiele eingeführt. Man nahm an Kreis-Wertungsspielen teil und schnitt bei diesen Anlässen gut ab:

  1. 1961 Altheim 4. Platz

  2. 1962 Brensbach 4. Platz

  3. 1963 Mosbach 3. Platz

1962 gibt der Stabführer Lambert Lauer seinen Rucktritt bekannt.

Nun ist der Spielmannszug ohne Führung und das schlägt sich auch bei den Übungsstunden nieder. Trotzdem kann der Zug 1963 den 3. Platz in Mosbach erreichen und unter kommissarischer Leitung von Werner Renkel am Landeswettbewerb in Steinau an der Straße teilnehmen. 1966 zur 650-Jahrfeier Ueberaus trat der Spielmannszug ebenfalls in Aktion. 1967 hatte man noch zwei Auftritte, dann wurden die Aktivitäten des Spielmannszuges eingestellt, jedoch sollte es keine offizielle Auflösung geben. 1978 wurde die Idee von Manfred Büdinger und Karl Bernius in die Tat umgesetzt, dem Spielmannszug neue Impulse anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr im Jahr 1979 zu geben.

Die Mannschaft wurde zusammen getrommelt, Lambert Lauer übernahm wieder die Funktion des Stabführers und mit Auftritten bei der Ueberauer Fastnacht, bei Weckrufen, bei Vereinsjubiläen bereitete man sich auf den großen Auftritt im Jahr 1979 vor.
Nach dem 75-jährigen Feuerwehrfest war der Spielmannszug wieder fester Bestandteil der Ueberauer Gemeinschaft. 1981 konnte man 16 Auftritte vorweisen.

1983 hatte man 35 aktive Spielleute, davon 17 Jugendliche.
1983 konnte man 15 bis 20 Auftritte vorweisen. 1983 gab es wieder ein Führungswechsel, Lambert Lauer gab sein Stabführeramt aus Altersgründen ab und wurde vom Landesverband der Feuerwehren mit dem silbernen Ehrenzeichen für Feuerwehrmusiker geehrt und zum Ehrenstabführer des Spielmannszuges Ueberau ernannt. Neuer Stabführer wurde Kurt Wölke, Abteilungsleiter Günter Wytopil sen..

1985 konnte man 28 Auftritte, darunter die Teilnahme am Hessentag in Lampertheim verzeichnen.
1986, mit 42 aktiven Spielleuten, davon 20 Jugendliche, nahm man am Hessentag in Alsfeld teil.
1987 war der Höhepunkt die Ausrichtung des Kreiswertungsspieles mit 9 Zügen in Ueberau anlässlich der 35-jährigen Spielmannszugjubiläums.

Das Jahr 1990 war von einem dramatischen Ereignis überschattet. Beim Gardetreffen in Griesheim am 28.01.1990 verstarb unser Stabführer Kurt Wölke beim Auftritt an einer Herzattacke.

Nach dem Tod von Kurt Wölke wurde im Spielmannszug ein Generationswechsel vollzogen. Neuer Stabführer wurde Stefan Jüngling.
1992 wurde Günter Wytopil sen. zum Ehrenabteilungsleiter ernannt. Im gleichen Jahr nahm man am Hessentag in Frankenberg teil.

Die folgenden Jahre brachten viele Interessante Auftritte. 1998 hatte man einen absoluten Höhepunkt in der Geschichte des Spielmannszuges und zwar nahm man an einem Musiktreffen in Ober-Reutte/Allgäu teil. Unter über 30 Blaskapellen war man der einzige Spielmannszug.

2001 verstarb unser Ehrenstabführer Lambert Lauer, der das Tun und Wirken des Spielmannszuges stark geprägt hat. Im letzten Jahr erschuf man eine Spielgemeinschaft mit den Zügen Brensbach und Gumpen, um bei Engpässen einander auszuhelfen.

Wir hoffen, dass der Spielmannszug noch lange bestehen wird und mit seiner Musik bei offiziellen Anlässen, sowie Familienfeiern zur allgemeinen Freude beiträgt.



Stehend von links: P. Lippert, M. Büdinger, D. Zink, B. Best, H. Keßler, Stabf. S. Jüngling,
D. Wanke, Abt. Leiter B. Schleicher, T. Hoch, B. Reißling, T. Renkel, T. Uhrig, S. Wölke

Sitzend von links: I. Beschorner, W. Krämer, G. Wytopil sen., B. Köttig, K. Bernius
Es fehlen: Th. Uhrig, M. Uhrig, K. Weber, W. Zink, Markus Uhrig, S. Strunz, D. Bahr

 
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